Track 3: Integrierte Systeme im Dienstleistungsbereich

Eine große Bandbreite von Dienstleistungen müssen heute effizient, standardisiert, aber auch kundenspezifisch angeboten, erbracht und abgerechnet werden. Ein umfassendes Dienstleistungsmanagement ist notwendig, um die Dienstleistungen zu planen (strategisch bis operativ), Ressourcen zur Erbringung bereitzustellen und einzusetzen und eine Qualitätskontrolle durchzuführen. Leistungsfähige integrierte Informationssysteme (IIS), die oft Kunden, Partner und Lieferanten einbeziehen (dynamische, anreizbasierte Wertschöpfungsnetzwerke), sind dafür unerlässlich. Eine Reihe großer Herausforderungen muss bewältigt werden. Beispielsweise müssen diverse Mobile Systeme wie Smartphones und Touchpads, teils nicht von Dienstleistern selbst administriert ('bring your own device'), sicher integriert werden. Geschäfts- und Unterstützungsprozesse müssen - wenn möglich medienbruchfrei oder -arm - entwickelt, optimiert und umgesetzt werden. Integrierte Geschäftsmodelle sowie moderne Organisationsformen und Entscheidungsstrukturen müssen etabliert werden. Beispielsweise müssen aber auch state of the art Return on IT-Investment (RoITI) und Value of IT (ValIT) Modelle entwickelt und angepasst werden. Wichtig sind ferner gute Mensch-Maschine Schnittstellen für eine einfache und komfortable Bedienbarkeit von IIS oder eine sinnvolle Auswahl, Anpassung, Einführung und Migration bewährter Standardsoftware wie zum Beispiel SAP.

Neben sehr IT und IIS abhängigen Branchen, zum Beispiel Banken und Versicherungen ('eFinance'), Medien, Logistik, Touristik und Freizeitdienstleister ('eTourism'), Telekommunikation und Internet, Handel, staatliche Verwaltung ('eGovernment'), Campus Management und allgemein Hochschulverwaltung, E(lectronic)-/M(obile)-Learning und E-Shops dringen IIS in neue Dienstleistungsbereiche wie zum Beispiel Krankenhäuser und Ärzte ('eHealth') , Sicherheits- und Verteidigungsdienstleistungen ('eSecurity') sowie Energieversorgung ('eEnergy') und neue Mobilität ('eMobility') vor. Einreichungen sollen wissenschaftlich valide, transparent nachvollziehbare Forschungsergebnisse und Handlungsstrategien präsentieren. Gleichfalls erwünscht sind gestaltungsorientierte und empirische Einreichungen, bei denen (Praxis-)Relevanz, Forschungsfrage(n), Forschungsdesign, Forschungsmethoden und Methodik valide und transparent nachvollziehbar dargestellt werden. Idealerweise soll modellbasiert und theoriegeleitet argumentiert werden, zum Beispiel mit Hilfe von Vorgehens- und Referenzmodellen. Zu Einreichungen aus der Praxis, zum Beispiel Fallstudien und Aktionsforschung zum Nachweis des Nutzens eines IIS, wird ausdrücklich ermutigt. Integrationsstufen von IS und nicht integrierte IS können vorgestellt und diskutiert werden. Alle Einreichungen sollen auch Abschnitte 'Diskussion' und 'Grenzen der dargestellten Forschung' ('Limitations') enthalten. Einreichungen können deutsch oder englisch erfolgen.

Themen

  • IIS in den oben genannten, aber auch anderen und hybriden Dienstleistungsbereichen

  • Wirtschaftlichkeit und Nutzung von IIS sowie Bezug zu Prozessen, Daten und integrierten Geschäftsmodellen

  • Entwicklung von IIS und Prototypen mit Vorgehens- und Referenzmodellen im Dienstleistungsbereich

  • IT- und Software-Services, Software as a Service (SaaS), Web-Services sowie IT-Service Management und ITIL

  • Konfigurationsmanagement für Dienstleistungen

  • Plattformstrategien für stationäre und mobile Systeme

  • Bezahlverfahren, z.B. M(obile)-Payment und elektronische Rechnungsverarbeitung

  • Hochschul-IT, insbes. auch Campus Management Systeme, und E(lectronic)-Learning Systeme und Angebote

  • Kundenbeziehungs- und Kundenwissensmanagement, CRM-/ERP-/... IIS, E(lectronic)-Markets, E(lectronic)-Government, Kompetenzmanagement, Web 2.0/2.5/3.0/... sowie Social Media im Dienstleistungsbereich

  • Business Analytics/Intelligence/Warehouse Systeme und Entscheidungsunterstützungssysteme im Dienstleistungsbereich

Track Chairs

Prof. Dr. Michael H. Breitner, Leibniz Universität Hannover, Deutschland
Prof. Dr. Matthias Schumann, Georg-August-Universität Göttingen, Deutschland

Programmkomitee

Prof. Dr. Hans-Jürgen Appelrath, Universität Oldenburg/OFFIS, Deutschland
Prof. Dr. Andrea Back, Universität St. Gallen, Schweiz
Prof. Dr. Martin Bichler, Technische Universität München, Deutschland
Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl, Universität Augsburg, Deutschland
Prof. Dr. Dimitris Karagiannis, Universität Wien, Österreich
Prof. Dr. Ulrike Lechner, Universität der Bundeswehr München, Deutschland
Prof. Dr. Jan Marco Leimeister, Universität Kassel, Deutschland
Prof. Dr. Gustaf Neumann, Wirtschaftsuniversität Wien, Österreich
Prof. Dr. Alexis Papathanassis, Hochschule Bremerhaven, Deutschland
Prof. Dr. Jan M. Pawlowski, Jyväskylän Yliopisto, Finnland
Prof. Dr. Niels Pinkwart, Technische Universität Clausthal, Deutschland
Prof. Dr. Leena Suhl, Universität Paderborn, Deutschland
Jun.-Prof. Dr. Hans-Jörg von Mettenheim, Leibniz Universität Hannover, Deutschland
Prof. Dr. Peter Weber, Fachhochschule Südwestfalen, Deutschland